Lerntipp 17 Schritt für Schritt zur guten Note – Klassenarbeiten schreiben

Der folgende Lerntipp für Schüler stammt aus der Buchreihe „25 Tipps …“, die Lernbegleiterin Dr. Birgit Ebbert 2011 für den Verlag an der Este geschrieben hat.

Während der Lehrer die Arbeitsblätter austeilt, murmelt Niklas: „Ich habe gelernt! Ich schaffe das!“ Er atmet ruhig. „Bitte seht euch jetzt die Arbeitsblätter an. Denkt daran: Für eine Vier müsst ihr die ersten drei Aufgaben lösen“, sagt der Lehrer. Niklas sieht die ersten drei Aufgaben an und ist erleichtert. Er kann sie lösen, das weiß er genau. Entspannt überfliegt er die anderen Aufgaben. Eine Mitschülerin meldet sich, weil sie ein Wort nicht versteht. Niklas hört hin. Der Lehrer erklärt das Wort und beschreibt den Inhalt der fünften Aufgabe noch einmal in anderen Worten. „Das ist ja leicht“, sagt sich Niklas und beginnt zu arbeiten.

Niklas kann nur deswegen so gelassen sein, weil seine ältere Schwester ihm ein paar Tricks für die Arbeit verraten hat. Kennst du solche Tricks? Wichtig ist, dass du nicht mit dem Gefühl in die Arbeit gehst: „Die Arbeit verhaue ich sowieso!“, sondern dass du dir sagst: „Ich schaffe das!“ Das gilt übrigens nicht nur für Klassenarbeiten, deine Gedanken beeinflussen dich mehr, als du denkst.

Wenn du das Arbeitsblatt vor dir hast, solltest du die Aufgaben überfliegen, aber auch darauf achten, ob der Lehrer noch etwas zu der Arbeit sagt oder ob einer deiner Mitschüler eine Frage stellt. Womöglich hat dein Mitschüler eine gemeine Stelle schneller erkannt als du, und die Antwort des Lehrers hilft auch dir!

Schon beim Überfliegen der Aufgaben kannst du dir aufschreiben, was dir zur Lösung einfällt. Am besten nimmst du ein leeres Blatt dafür. Vergiss nicht, das Blatt am Ende mit abzugeben. Manchmal schauen Lehrer auf dem Schmierzettel nach, wenn sie etwas im Arbeitsheft nicht verstehen.

Sobald du einen Überblick hast, solltest du loslegen. Beginne mit den Aufgaben, die du sicher lösen kannst. Dann kannst du dich beruhigt, an die anderen Aufgaben machen.

Vergiss nicht, am Ende alles noch einmal zu lesen. Eine Klassenarbeit ist kein Wettbewerb, wer der Schnellste ist, sondern wer die Aufgaben am besten löst.

© Dr. Birgit Ebbert: 25 Tipps für erfolgreiches Lernen. Verlag an der Este 2011

Lerntipp 16 Sicher in die Klassenarbeit – Arbeiten sinnvoll vorbereiten

Der folgende Lerntipp für Schüler stammt aus der Buchreihe „25 Tipps …“, die Lernbegleiterin Dr. Birgit Ebbert 2011 für den Verlag an der Este geschrieben hat.

Katrin sitzt vor ihrem Englischbuch und schreibt aus dem Inhaltsverzeichnis die Überschriften zu Lektion 3 und 4 auf Karteikarten. „Hast du nichts zu tun?“, fragt ihr älterer Bruder Marc verächtlich. Katrin lächelt und schreibt. Erst als sie das Buch zugeklappt hat, dreht sie sich zu ihrem Bruder um und antwortet: „Ich lerne eben mit Köpfchen. Deswegen schreibe ich auch bessere Arbeiten als du!“

Marc schnaubt nur und geht. Katrin sieht sich die Themen an, die auf den Karteikarten stehen. „Kann ich“, murmelt sie und malt ein Pluszeichen auf die erste Karte. „Oh weh!“, brummt sie und markiert die nächste Karte mit einem großen Minuszeichen.

Katrin bereitet sich auf die nächste Englischarbeit vor. Sie fängt damit an, dass sie die Themen, die vorkommen sollen, danach sortiert, wo sie fit ist (Plus) und wo sie dringend noch etwas lernen muss (Minus). Diese Methode kannst du einmal ausprobieren.

Der nächste Schritt ist, einen Plan zu erstellen, was und wann du für die Arbeit lernst. Es lohnt sich, am ersten Tag die Plusthemen noch einmal anzuschauen und dann nach und nach die Minusthemen zu wiederholen.

Wichtig ist, dass du dir die Lernarbeit aufteilst und jeden Tag ein bisschen lernst. Wenn du alles am letzten Tag lernst, bleibt oft gar nichts hängen, weil du eine Art Datenstau im Kopf hast.

Du solltest mindestens vier Tage vor der Arbeit anfangen zu lernen und am letzten Tag nur noch ein bisschen wiederholen. Dann solltest du dir selbst sagen: „Das kann ich.“ Falls du am nächsten Tag bei der Arbeit eine Blockade hast, kannst du dich an den Moment erinnern, und es fällt dir leichter, die Aufgaben zu lösen.

Ehe du mit der Vorbereitung beginnst, solltest du dir überlegen, welche Note du erreichen möchtest. Aber setze das Ziel nicht zu hoch, es ist eine tolle Leistung, eine Note besser zu sein als in der letzten Arbeit. Je höher du das Ziel setzt, umso mehr gerätst du unter Druck und in die Gefahr, dass die Arbeit schiefgeht!

© Dr. Birgit Ebbert: 25 Tipps für erfolgreiches Lernen. Verlag an der Este 2011

Lerntipp 15 Die große Bibliothek der Welt – Informationen suchen im Internet

„Wie heißt der größte Flughafen der Welt?“, gibt Amelie in das Feld der Suchmaschine ein. „Wow“, ruft sie, als sie die Zahl der Suchergebnisse sieht. Als sie jedoch genauer hinschaut, stellt sie fest, dass sie keine direkte Antwort auf ihre Frage bekommt. Die Suchmaschine hat sich einige Wörter aus ihren Suchbegriffen herausgepickt und dazu Ergebnisse geliefert.

Immerhin erfährt Amelie schon, dass ihre Frage nicht ganz so leicht zu beantworten ist. Es ist nämlich nicht klar, ob der größte Flughafen der ist, der die größte Fläche hat oder die meisten Passagiere abfertigt oder von dem die meisten Flugzeuge starten.

Für Amelie bedeutet das ebenso wie für dich und alle, die im Internet etwas suchen: Man muss sein Thema möglichst genau beschreiben, damit man ein gutes Suchergebnis bekommt.

Als Amelie genauer hinschaut, stellt sie nämlich fest, dass sie unterschiedliche Ergebnisse bekommen hat. Auf einer Webseite gilt Atlanta als größter Flughafen, auf einer anderen Denver. Um sicherzugehen, sucht sie nach weiteren Seiten und prüft, wer die Informationen ins Internet gestellt hat. Das solltest du auch machen. Da jeder etwas ins Internet stellen kann, können sich durchaus Fehler einschleichen.

Als Tipp gilt: Je mehr derjenige, der die Information ins Netz gestellt hat, mit dem Thema zu tun hat, umso sicherer kannst du sein, dass sie stimmt. In Amelies Beispiel heißt das: Hat das Ministerium, das für Flughäfen zuständig ist, die Information eingestellt, kann sie ziemlich sicher sein, dass sie richtig ist. Stammt die Information dagegen von jemandem, der ein Referat darüber geschrieben hat, sollte sie vorsichtig sein. In jedem Fall solltest du schauen, ob du die Information noch auf einer anderen Seite oder in einem Buch, einem Fernsehbericht u. ä. findest.

Vergiss übrigens nicht, die Internetadresse zu speichern oder aufzuschreiben, damit du die Seite schnell findest, wenn du noch einmal nachschauen möchtest.

© Dr. Birgit Ebbert: 25 Tipps für erfolgreiches Lernen. Verlag an der Este 2011

Lerntipp 14 Zwischen Aargau und Zypern – Nachschlagen leicht gemacht

„R, Rö, Römer“, murmelt Deniz, während er in dem dicken Lexikon blättert, das er im Regal gefunden hat. „Ist das viel!“, stöhnt er, als er sieht, wie lang der Artikel ist. Deniz soll ein Referat über die Römer halten, und der Lehrer hat extra gesagt: „Ich will aber nicht nur Internetausdrucke sehen!“

Zum Glück gibt es in Deniz Familie ein mehrbändiges Nachschlagewerk, in dem zu jedem Thema etwas steht, auch zu den Römern. Doch „Römer“ ist nur das erste Stichwort, unter dem Deniz nachschaut. Ehe er mit der Informationssuche begonnen hat, hat er sich fünf Wörter aufgeschrieben, zu denen er Informationen suchen will.

Es gibt verschiedene Arten von Nachschlagewerken. In einem Wörterbuch kannst du schnell nachschauen, wie „Römer“ z.B. auf Englisch heißt. In einem Lexikon findest du kurze Erklärungen zu einem Thema. Auch wenn du oft im Internet nach Informationen suchst, solltest du dich mit Nachschlagewerken auskennen.

Die Stichwörter in einem Lexikon sind meist nach dem Alphabet sortiert. Das gilt sowohl für das ganze Buch als auch für die Stichwörter zu einem Buchstaben. Du findest also „Antike“ vor „Römer“, weil A vor R kommt, aber auch „Patrizier“ vor „Politik, weil a vor o kommt. Damit man sich in den dicken Büchern schneller zurechtfindet, gibt es oben auf der Seite eine Schnellsuchmöglichkeit. Da stehen links die ersten beiden Buchstaben des ersten Wortes auf der Doppelseite oder das erste Wort und rechts die ersten beiden Buchstaben des letzten Wortes oder das letzte Wort auf der Doppelseite. So siehst du auf einen Blick, ob dein Stichwort auf der Doppelseite steht.

Damit möglichst viel in das Lexikon passt, werden Abkürzungen benutzt, z. B. wird in den Erklärungen zu einem Stichwort nicht das ganze Wort, sondern nur der Anfangsbuchstabe wiederholt. Für Abkürzungen, die im gesamten Lexikon immer wieder vorkommen, gibt es vorne oder hinten in dem Buch ein Verzeichnis. Ein Pfeil bedeutet, dass du unter diesem Wort nachschauen sollst. Da findest du dann Erklärungen zu diesem Thema.

© Dr. Birgit Ebbert: 25 Tipps für erfolgreiches Lernen. Verlag an der Este 2011

 

Lerntipp 13 Lernen im Vorübergehen – Lernstoff erleben

„Da müssen wir unbedingt hin!“, sagt Johannes, als er im Briefkasten einen Handzettel findet, der auf einen mittelalterlichen Markt in der Nachbarstadt hinweist. Zuerst sind seine Eltern nicht begeistert. Sie befürchten, dass dort zu viele Menschen unterwegs sind und sie keinen Parkplatz finden. Doch Johannes erklärt ihnen, dass sie im Moment in Geschichte das Thema „Mittelalter“ behandeln. Das überzeugt seine Eltern.

Johannes hat natürlich Glück – gerade, als sie sich in der Schule mit dem Mittelalter beschäftigen, findet im Nachbarort ein Mittelaltermarkt. Da kann er erleben, wie Menschen im Mittelalter gelebt und gearbeitet haben, was sie gegessen und angezogen haben.

Es lohnt sich jedoch, die Augen offen zu halten und in der Zeitung, im Internet oder in Reiseführern nachzuschauen, was in der Region, in der du lebst oder in der du die Ferien verbringst, los ist. Vielleicht gibt es ein Museum, in dem du erleben kannst, wie die Staufer oder die Neandertaler gelebt haben. Viele Museen stellen auch Erfindungen oder geschichtliche Ereignisse vor. In manchen kann man sogar Sachen anfassen, und meist gibt es Informationen speziell für Schüler, sodass der Museumsbesuch richtig spannend wird.

Manchmal reicht es aber auch schon, im Wald spazieren zu gehen, um verschiedene Baumarten zu finden, oder den Zoo zu besuchen, um exotische Tiere zu betrachten. Das Tolle an dieser Art des Lernens ist, dass die Informationen besonders gut in Erinnerung bleiben. Das liegt daran, dass man sich Dinge am besten merkt, wenn sie Spaß machen, wie sonst könnten sich Erst- oder Zweitklässler die Namen unzähliger YuGiOh-Figuren merken?!

© Dr. Birgit Ebbert: 25 Tipps für erfolgreiches Lernen. Verlag an der Este 2011

Lerntipp 12 Den Lernstoff begreifen – Lernen durch Bewegung

Als Annika von der Schule nach Hause kommt, holt sie als erstes eine Milchtüte aus dem Kühlschrank. „Du trinkst doch sonst keine Milch? Was ist los?“, will ihre Mutter wissen. Doch Annika ist schon damit beschäftigt, alle Seiten des Tetrapacks auszumessen. „Das ist ja irre“, sagt sie schließlich. „Die Packung hat ein Volumen von Kubikdezimeter.“

Damit Annika sich etwas richtig gut merken kann, muss sie es anfassen. Sie muss es be-greifen und das ist nicht immer so leicht wie in dem Beispiel. Es lohnt sich jedoch, nach Möglichkeiten zu suchen, den Lernstoff anzufassen, auch wenn du kein Hand-Lerner bist. Je mehr Lernwege du nutzt, umso besser merkst du dir nämlich den Lernstoff.

Wenn du aber ein Hand-Lerner bist, dann ist es wichtig, dass du nach Dingen suchst, die mit dem Lernstoff zu tun haben und die du anfassen kannst.

Am besten ist es, wenn du so wie Annika etwas findest, das direkt mit dem Schulstoff zu tun hat so wie Annika. In der Schule haben sie das Volumen eines Quaders berechnet und der Lehrer hat erklärt, dass ein Tetrapack ein Quader ist. Also hat Annika zu Hause gleich ein Tetrapack in die Hand genommen und die Formel eingesetzt, die sie gelernt hat. So kannst du manchmal richtig spannende Dinge erleben: Wenn in Biologie Meerestiere durchgenommen werden, kannst du zum Beispiel einen Aquazoo besuchen. Wenn du dir besser merken willst, wie die Fugger gelebt haben, bastelst du dir vielleicht ein das Modell von einem historischen Gebäude. Du kannst dir auch ein Quartett oder ein Quiz zum Lernstoff basteln. So hast du gleich ein Geschenk für deine Geschwister, Eltern oder Großeltern!

© Dr. Birgit Ebbert: 25 Tipps für erfolgreiches Lernen. Verlag an der Este 2011

 

Lerntipp 11 Zum einen Ohr hinein – Lernen durch Hören

Avant heißt vor und vor heißt avant, dans heißt in oder bei und in oder bei heißt dans.“ Hanno joggt im Wald und spricht sich dabei die französischen Präpositionen vor. Die Jogger, die ihm begegnen, sehen ihn zwar verwundert an, doch das ist Hanno egal. Auf diese Weise hat er zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Er hat sich auf das Fußballspiel am Nachmittag und auf den Französischunterricht am Vormittag vorbereitet.

Hanno hat festgestellt, dass er sich Dinge am besten merken kann, wenn er sie hört. Er ist froh darüber, denn vieles, was er in der Schule hört, gelangt nur dadurch ins Gedächtnis, dass er aufpasst und über das Gehörte nachdenkt. Wenn er Dinge auswendig lernen muss, spricht er sie sich mehrmals vor oder er diktiert sie über ein Mikro auf den PC und überspielt die Datei auf seinen MP3-Player. Dann kann er sich das Gedicht oder die Vokabeln immer mal wieder anhören.

Ist dir schon aufgefallen, dass du dir Dinge sofort merkst, wenn du sie hörst und nur kurz darüber nachgedacht hast? Dann bist du möglicherweise auch ein Ohren-Lerner.

Als Ohren-Lerner kannst du dir das Lernen erleichtern, indem du im Unterricht aufpasst und mitmachst. Wenn du Dinge sprichst, gelangen sie über das Ohr noch einmal in deinen Kopf und du merkst sie dir besonders gut. Sprich also so viel wie möglich über deinen Lernstoff: Unterhalte dich mit deinen Freunden, deinen Eltern, deiner Oma, deiner kleinen Schwester oder wer einer anderen vertrauten Person über das, was du gelernt, gelesen oder gesehen hast. Wenn niemand in der Nähe ist, nimm die Informationen einfach mit einem Rekorder auf. Manche Handys haben sogar eine Aufnahme-Funktion, Notebooks haben meist ein eingebautes Mikrofon und digitale Diktiergeräte sind nicht mehr so teuer. Sie sind oft auch MP3-Spieler und wenn du sagst, dass du damit lernen möchtest, sponsern deine Eltern oder Großeltern das Gerät vielleicht sogar.

© Dr. Birgit Ebbert: 25 Tipps für erfolgreiches Lernen. Verlag an der Este 2011

Lerntipp 10 Lernen durch Sehen

Der folgende Lerntipp für Schüler stammt aus der Buchreihe „25 Tipps …“, die Lernbegleiterin Dr. Birgit Ebbert 2011 für den Verlag an der Este geschrieben hat.

„Ich kann mir einfach nicht merken, was der Bolle sagt!“, mault Kira, während ihre Freundin Celina ohne Probleme wiederholt, was der Chemielehrer in der letzten Stunde gesagt hat.

„Wenn der wenigstens mal was an die Tafel schreiben würde, immer nur dieses Gelaber!“

Kira gehört zu den Menschen, die sehen müssen, was sie sich merken wollen. Natürlich lernt jeder auch beim Zuhören. Aber bei manchen geht der Lernstoff förmlich zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus, wenn sie es nicht mit den Augen festhalten können.

Geht es dir auch so, dass du dir Dinge am besten merken kannst, wenn du sie gesehen hast?

Wenn du am besten mit den Augen lernst, heißt das nicht, dass du nicht mehr zuhören musst. Am allerbesten lernt man nämlich, wenn man Auge, Ohr und Hand einsetzt.

Bei Augen-Lerntypen ist es besonders wichtig, dass sie etwas sehen. Wenn du also ein Augen-Lerner bist, musst du darauf achten, dass du etwas zum Anschauen hast, was zu dem passt, was dein Lehrer oder ein anderer Mitschüler sagt. Das kann ein Tafelbild sein oder ein Bild im Schulbuch. Du kannst dir aber auch selbst ein passendes Bild, ein Poster oder eine Mindmap erstellen. Wenn du nicht gerne malst, schreibe wenigstens das Thema und die wichtigsten Punkte deutlich auf. Es ist wichtig, dass du die Wörter gut lesbar schreibst, damit du dir das Wortbild einprägen kannst.

Wann immer du die Gelegenheit hast, solltest du als Augen-Lerntyp Dinge in deiner Umgebung suchen, die zum Lernstoff passen, ein Plakat, ein Schild, ein Tier, eine Pflanze, ein Gebäude usw.

© Dr. Birgit Ebbert: 25 Tipps für erfolgreiches Lernen. Verlag an der Este 2011

Lerntipp 9 Lernen planen mit der Lernpinnwand

Der folgende Lerntipp für Schüler stammt aus der Buchreihe „25 Tipps …“, die Lernbegleiterin Dr. Birgit Ebbert 2011 für den Verlag an der Este geschrieben hat.

„Geschafft!“ Lea legt ihren Stift beiseite und reißt einen Zettel von der Pinnwand, die über ihrem Schreibtisch hängt. Genüsslich reißt sie den Zettel in winzigkleine Stücke, bis sie als Konfetti in ihren Papierkorb segeln. Danach macht Lea sich an die nächste Mathehausaufgabe.

Lea arbeitet mit einer Lernpinnwand. Du solltest dir überlegen, ob so eine Pinnwand auch für dich geeignet wäre. Ehe Lea mit den Hausaufgaben beginnt, schreibt sie jede Aufgabe auf einen kleinen Zettel, in Mathe waren das z. B. 5 verschiedene Aufgaben im Buch. Für jede Aufgabe gibt es einen Zettel.

Die Zettel für alle Fächer hat Lea an die Pinnwand geheftet. Eine solche Lernpinnwand kannst du dir leicht herstellen. Du brauchst nur eine Pinnwand aus Kork oder Magnet und Nadeln oder Magnete.

Außerdem natürlich kleine Zettel, auf die du deine Aufgaben übertragen kannst. Schreibe für jeden Wochentag einen Zettel und hefte ihn ganz oben an die Wand. Nun kannst du die Hausaufgaben, die du nicht am gleichen Tag lösen musst, zum nächsten Tag heften.

Die Lernpinnwand eignet sich vor allem dann, wenn du kein Hausaufgabenheft benutzt. So kannst du die Hausaufgaben aus allen Heften und von allen Blättern, wo du sie notiert hast, auf Zettel übertragen.

Diese sortierst du dann danach, in welcher Reihenfolge du die Aufgaben erledigen möchtest. Auch dabei solltest du daran denken, ähnliche Fächer nicht nacheinander zu lernen. Wenn du eine Aufgabe erledigt hast, kannst du den Zettel einfach wegnehmen oder wie Lea zur Entspannung zerreißen.

Wenn du dich auf eine Klassenarbeit vorbereiten musst, kannst du die Übungsthemen auch an die Pinnwand hängen, so vergisst du sie nicht und behältst den Überblick.

© Dr. Birgit Ebbert: 25 Tipps für erfolgreiches Lernen. Verlag an der Este 2011

Lerntipp 8 Hausaufgaben – mehr als lästiges Beiwerk

Der folgende Lerntipp für Schüler stammt aus der Buchreihe „25 Tipps …“, die Lernbegleiterin Dr. Birgit Ebbert 2011 für den Verlag an der Este geschrieben hat.

Es ist 15 Uhr. Wie jeden Tag um diese Zeit sitzt Leonid an seinen Schreibtisch und sieht in seinem Hausaufgabenheft nach, was er machen muss. Er legt seine Unterlagen in der Reihenfolge nebeneinander, in der er seine Hausaufgaben erledigen will.

Leonid beginnt mit der Inhaltsangabe für Deutsch. Die fällt ihm leicht, die Geschichte hat ihm sogar gefallen, da kann er die Hausaufgabe schreiben, ohne lange zu überlegen. 20 Minuten später hat er die erste Aufgabe geschafft und macht sich an die Mathehausaufgaben.

Leonid hat ein ziemlich gutes System für die Hausaufgaben. Er nutzt ein Hausaufgabenheft, beginnt immer zur gleichen Zeit und sortiert seine Unterlagen in der Reihenfolge, wie er sie braucht. So vergeudet er keine Zeit mit Suchen. Er mag es gerne, wenn er schon bald eine Aufgabe erledigt hat, deshalb beginnt er mit der leichtesten Aufgabe. Andere fangen lieber mit der Aufgabe an, die sie am schwersten finden, damit die vom Tisch ist. Du solltest herausfinden, was für dich besser ist. Wenn du mit der schweren Aufgabe anfängst, bleibst du womöglich stecken und verlierst die Lust.

Auf jeden Fall solltest du aufschreiben, welche Aufgaben du zu Hause erledigen musst. Am besten benutzt du ein Hausaufgabenheft benutzen, weil du dann alles im Überblick hast.

Zuerst solltest du überlegen, in welcher Reihenfolge du die Aufgaben erledigst. Achte darauf, dass du ähnliche Fächer, zum Beispiel Sprachen oder Physik und Mathematik, nicht direkt nacheinander lernst. Dann kommst du womöglich durcheinander und am Ende weißt du gar nichts mehr.

Ist dir übrigens schon aufgefallen, dass du im Unterricht viel mehr mitkriegst, wenn du die Hausaufgaben gemacht hast? Dann kann dein Gehirn alles besser sortieren, das macht sich wiederum in den Noten bemerkbar.

© Dr. Birgit Ebbert: 25 Tipps für erfolgreiches Lernen. Verlag an der Este 2011